Digitale Ermittlungen: Tipp für die mobile Forensik

Der folgende Blogbeitrag von Herrn Marko Rogge bietet einen kleinen Einblick in das weite Feld der digitalen Forensik. Herr Rogge beschreibt darin eine Möglichkeit, im Rahmen von Ermittlungen auf Daten zugreifen zu können, die sich auf SIM-Karten von Mobiltelefonen befinden – auch wenn die PIN-Nummer nicht bekannt ist:

Eine besondere Stellung in der Kriminalistik nimmt zweifelsfrei der Bereich der digitalen Ermittlungen ein. Insbesondere die stark zunehmende Verkleinerung der Technik macht es immer häufiger notwendig, spezielle Technologien einzusetzen, um digitale Ermittlungen voran zu treiben. Eine besondere Form dieser Problematik spiegelt die mobile Forensik wieder. Smartphones werden immer mehr zu Allroundern im Alltag, haben immer umfassendere technische Möglichkeiten und können immer größere Mengen an Daten speichern. Viele Nutzer wissen die immer vielfältiger werdende Einsatzmöglichkeiten der mobilen Wegbegleiter zu schätzen – aber auch Straftäter sind durchaus in der Lage, dieses Potential zu erkennen.

Die Praxis zeigt, dass Straftäter häufig ältere Handymodelle nutzen, die leicht ausgetauscht werden können. Dabei werden SMS und Anruflisten oft direkt auf die SIM-Karte gespeichert. Deren Speichermenge ist zwar überschaubar, doch benötigen SMS und Anruflisten auch nur wenig Speicherplatz und können mit der SIM-Karte leicht von einem Handy zum nächsten mitgenommen werden. Die SIM-Karte ist allerdings meist mit einer PIN-Nummer gesichert, sodass der Weg zu den relevanten Daten ohne Kenntnis der PIN-Nummer zunächst versperrt ist.

Bildschirm des UFED Touch von Cellebrite – Eingabe der neuen PIN nach erfolgreicher Eingabe des PUK.
Bildschirm des UFED Touch

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