Kurzinfo: „Geschickt Geklickt?!“

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen (UDE) in der letzten Woche eine Studie zum Zusammenhang von Internetnutzungskompetenzen, Internetsucht und Cybermobbing bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen veröffentlicht. Die Studie untersucht u.a. mögliche Prädiktoren einer dysfunktionalen Internetnutzung und Zusammenhänge zwischen Cybermobbing und Internetsucht.
In der Zusammenfassung der Studie wird als Quintessenz hervorgehoben,

„dass sowohl bei der Tendenz einer Internetsucht als auch bei der Beteiligung an Cybermobbing neben individuellen Merkmalen vor allem erlernte Fähigkeiten, die den Umgang mit dem Medium erleichtern, eine zentrale Rolle spielen. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, ausschließlich Wissen hinsichtlich technischer Fertigkeiten oder der Auseinandersetzung und aktiven Beteiligung mit Inhalten zu vermitteln, sondern sogenannte „weiche“ Kompetenzen wie eine kritische Betrachtung oder ein selbstregulatorisches Verhalten als enorm wichtige Komponenten zu deklarieren. Diese sind in der Lage, individuelle Personenmerkmale aufzufangen oder auch zu verstärken, sodass die entsprechende Kompetenzvermittlung besonders stark in den Fokus gerückt werden sollte.“

Die 160 Seiten umfassende Studie wurde veröffentlicht unter:
Stodt, Benjamin, Wegmann, Elisa, Brand, Matthias (2015): Geschickt geklickt?! Zum Zusammenhang von Internetnutzungskompetenzen, Internetsucht und Cybermobbing bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Leipzig: Vistas (2015).
Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Band 78. ISBN 978-3-89158-618-1